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Pressemeldung

VNN kritisiert Lernbrücken in Baden-Württemberg: Flop für Schüler, Lehrer und die heimische Wirtschaft



  • Lernbrücken in Klassenstärke mit bunt zusammengewürfelten Schülern verschiedenen Alters und verschiedener Schulformen machen individuelle Förderung unmöglich.
  • Lehrer haben Erholungsurlaub statt Zusatzarbeit verdient.
  • Existenzen von Kleinunternehmen werden bedroht statt gefördert.
  • VNN fordert Ende der Blockadehaltung.

Solingen, 27. Juli 2020. Die Lernbrücken in Baden-Württemberg sollten Schülern helfen, Corona-bedingte Lerndefizite aufzuholen. Doch der Plan wird nicht aufgehen: Pädagogisches Konzept und Umsetzung gehen vollkommen an den Bedürfnissen der Schüler vorbei. Auch für die Lehrer und die heimische Wirtschaft ist das vom Kultusministerium Baden-Württemberg geplante Projekt ein Desaster, so der VNN.

Besonders kritisch sieht der VNN Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen das pädagogische Konzept: Bis zu 16 Schüler – an Berufsschulen bis zu 20 Schüler – verschiedener Alters- und Klassenstufen sowie Schulformen sollen in den 14 Tagen Zusatzunterricht zum Ausgleich von Lerndefiziten gemeinsam beschult werden: „Schüler bunt zusammengewürfelt zu unterrichten ist das Gegenteil von individueller Förderung“, kritisiert Dr. Cornelia Sussieck, Vorsitzende des VNN und erklärt: „Der Ausgleich von Corona-bedingten Wissens- und Verständnislücken ist nur möglich in homogenen Kleingruppen. Nur sie erlauben die individuelle Förderung, die die Schüler jetzt brauchen.“

Diese individuelle Förderung zu realisieren wäre ganz einfach möglich gewesen durch die Mitgliedsschulen des VNN: „Wir haben Erfahrungen, die pädagogischen Konzepte und die Lehrkräfte, um Schüler gezielt individuell zu fördern. Genau diese Hilfe hatten wir Kultusministerin Eisenmann auch angeboten. Leider hat sie das Angebot ausgeschlagen.“

Die Umsetzung der Sommerschulen durch die Nachhilfeschulen des VNN hätte zudem zwei weitere Vorteile mit sich gebracht: Die Lehrer der öffentlichen Schulen, die ohnehin in den letzten Monaten extrem belastet worden sind, wären entlastet worden, da die Nachhilfeschulen über eigene erfahrene Lehrkräfte verfügen. Außerdem wäre dadurch die heimische Wirtschaft gestärkt worden. Jetzt ist das Gegenteil der Fall: „Die Eltern kündigen die Nachhilfe, weil sie hoffen, dass die Lernbrücken die Wissens- und Verständnislücken schließen. Dadurch geraten inhabergeführte Nachhilfeschulen, die nach dem Lockdown ohnehin zu kämpfen haben, wieder in eine wirtschaftlich prekäre Lage.“

Damit sich das Desaster der Sommerlernbrücken im Herbst nicht wiederholt, erneuert der VNN sein Angebot zur Unterstützung durch die individuelle Förderung in homogenen Kleingruppen – während der Ferien oder auch schulbegleitend, damit die Lücken schnell und zielgerichtet geschlossen werden. An die Kultusministerin gerichtet fordert Sussieck: „Beenden Sie die Blockadehaltung gegenüber den qualifiziert arbeitenden Nachhilfeschulen und nutzen Sie die von uns angebotenen Hilfestellungen. Wir sind in der Lage, kompetenten Unterricht durchzuführen. Jetzt ist es mal wieder zu spät. Frühzeitiges Reagieren hätte den Schülern und ihren Eltern viel Kummer erspart.“

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