Wahlprüfsteine: Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026
Frage 1: Viele Schulen haben nicht die personellen Möglichkeiten, das Startchancen-Programm umzusetzen. Bürokratische Hürden erschweren die Umsetzung zusätzlich. Frage: Was werden Sie verändern, damit die Schulen das Programm gemeinsam mit den externen Partnern einfach umsetzen können?
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Entbürokratisierung ist auch uns ein wichtigtes Anliegen. Das gilt nicht nur für das Startchancenprogramm, sondern im Grundsatz. Auch wir wollen, dass Schulen mehr Zeit für Pädagogik statt für Formulare haben, daher werden wir Verwaltungsaufgaben auf Schulverwaltungsfachkräfte verlagern und landesweit einheitliche, digitale Standardverfahren für Berichte und Verwendungsnachweise einführen. Wir wollen außerdem Schulleitungen durch Qualifizierung im Projekt- und Ressourcenmanagement stärken und ihnen mehr Entscheidungsspielräume geben, etwa bei der Auswahl und Einbindung externer Partner.
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Frage 2: Bildungs- und Teilhabepaket (BuT): Gelder zur Förderung der Schülerinnen und Schüler werden vielfach nicht abgerufen, weil auch hier die bürokratischen Hürden hoch sind und die Bewilligung an zusätzliche Vorgaben geknüpft wird, die nicht im Bundesgesetz stehen. Dabei dient BuT dazu, die frühzeitige Förderung zu ermöglichen, um Chancengerechtigkeit zu fördern. Frage: Was werden Sie unternehmen, damit der Nachhilfeunterricht jederzeit durch BuT finanziert wird, wenn die Kinder eine individuelle Förderung benötigen?
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Wir GRÜNE setzen uns auf allen Ebenen für höhere Leistungen im Bildungs- und Teilhabesystem und für eine verlässliche Kindergrundsicherung ein, damit Armut nicht länger Bildungswege verbaut. In Rheinland-Pfalz ist das BuT schon heute ein wichtiges Instrument, um Lernförderung und Teilhabe zu ermöglichen, wird aber durch komplizierte Verfahren noch zu selten ausgeschöpft. Daher setzen wir uns nach wie vor für die pauschale Auszahlung an alle anspruchsberechtigten Familien ein. Dementsprechend wollen wir Antragswege vereinfachen, digitale Anträge ausbauen und Schulen sowie Schulsozialarbeit systematisch einbeziehen, damit der Antrag möglichst direkt aus der Schule heraus mit Elternunterstützung gestellt werden kann.
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Frage 3: Schulen müssen viele Herausforderungen meistern – Inklusion, Beschulung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache oder mit Teilleistungsstörungen. Die Nachhilfeschulen können hier unterstützen, diese Kinder gezielt zu fördern, damit die Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten und den Schülerinnen und Schülern zu einem schnelleren Erfolg zu verhelfen. Frage: Wie stehen Sie grundsätzlich zur Zusammenarbeit zwischen Nachhilfeschulen und öffentlichen Schulen?
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Wir GRÜNE stärken Ganztagsschulen, außerschulische Lernorte, kulturelle und sportliche Angebote und die Zusammenarbeit mit Jugendhilfe, Vereinen und anderen Partnern, um Kindern zusätzliche Lern- und Fördergelegenheiten zu eröffnen. Wir setzen auf multiprofessionelle Teams, in denen Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, therapeutische Fachkräfte, DaZ-Lehrkräfte, Integrationsfachkräfte und andere Professionen zusammenarbeiten, um Heterogenität, Inklusion und Sprachförderung zu bewältigen. Grundsätzlich stehen wir einer Zusammenarbeit zwischen Nachhilfeschulen und öffentlichen Schulen positiv gegenüber, wenn diese Zusammenarbeit transparent, qualitätsgesichert, am Bedarf der Kinder orientiert und sozial gerecht ausgestaltet ist. Wir wollen dabei sicherstellen, dass individuelle Förderung inklusiv erfolgt, also Kinder mit Behinderungen, mit Deutsch als Zweitsprache oder mit Teilleistungsstörungen gleichberechtigt profitieren und nicht in separaten “Sondersystemen” landen.
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Frage 4: Immer mehr Grundschülerinnen und Grundschüler brauchen eine zusätzliche individuelle Förderung neben der Schule, um eine erfolgreiche Schullaufbahn zu beschreiten. Frage: Was werden Sie unternehmen, um diesen Kindern den Zugang zu dieser Förderung durch die Nachhilfeschulen zu erleichtern?
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Wir GRÜNE wollen Ganztagsangebote noch mehr kindgerecht ausbauen, stärken zusätzliche Förderstunden im Vormittag und Ganztag und wollen, dass niemand ohne Abschluss bleibt, indem wir frühzeitig zusätzliche Förderung organisieren, wenn ein Abschluss gefährdet ist. Wir stärken zudem Diagnostik, moderne Formen der Leistungsrückmeldung und individuelle Lernzeiten, damit Förderbedarfe früh erkannt und systematisch bearbeitet werden können. Das heißt, für uns ist der Ganztag erstmal der wichtigste Förderort. Darüber hinaus verweisen wir auf die Antwort zu Frage 2.
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Unsere Geschäftsstelle hilft Ihnen bei allen Fragen rund um die Themen Nachhilfe und die Leitung einer Nachhilfeschule.